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Aus Sicht der Frauen war der Mann oben. Früher. Dann sahen und drehten sich die Frauen um. Sie nannten es Emanzipation. Ab da waren die Männer unten durch. Nicht mehr benötigt, allenfalls, um Getränkekisten heimzutragen. Trinken durften sie nur noch in Kneipen. Alle anderen Dinge nahmen die Frauen in die Hand, und die Männer konnten zusehen, wie sie kamen, die Frauen. Falls sie nicht kamen, gingen sie und kamen. Woanders.
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Sie kamen auch mit der Frage: Wozu ein Mann, wenn es auch zwei tun oder drei bzw. warum überhaupt ein Kerl? Und die Männer fragen sich so viele Nächte ihres Lebens am Äquator des unverstandenen Geschlechts, der Bar: Was um alles in der Welt haben Frauen, das ein Mann noch braucht, der eigentlich schon alles hat?
“Hab dich nicht so”, kommt da von links, “heb lieber meinen Handschuh auf, rein in den Raubtierkäfig, in den ich ihn eben warf!” Handschuh raus, Mannesstolz groß, Mann weg und Vorhang fällt – nein eines noch: Wie kriegt man das alles unter einen Hut: einen Mann mit Hut, die Frage, wie man sich nicht verliebt, Brecht, Bukowski, Heine, Goethe, ein kaputtes Radio auf der 42. Straße, Socken und drei Sixpacks, eine tierische Trennung auf dem Oktoberfest und einen Jazz-Mann, der sich am Flügel einmischt permanent? Antworten geben der Schauspieler Hans-Peter Schupp und der Pianist Marcus Rüdel. Dramen mit Dreivierteltakt, Liebe, Tanz, Whiskey und ein atemberaubendes Tempo, das alle auf, zwischen und unter ihren Stühlen auf ein sicheres Happy-End wirft, wenn auch keiner weiß, wie es ausgeht. Man möchte denken, schau mir in die Augen. Kleines Nachspiel ist die Frage, die sich uns stellt: Geht’s nicht auch allein? Nein, geht nicht, gut so!
Nächste Vorstellung: 13. März 2009, 20 Uhr, im Gallus Theater Frankfurt
Vorbestellung: 069-758060-20 (15,-/11,- EUR)
www.gallustheater.de
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